Am Abend erreichte uns die Meldung, dass von der Eisenbahnschiene in Großharthau ein Greifvogel gerettet wurde.
Man wisse nicht genau was es ist, vermute aber eine Rohrweihe. Oh jeh, eine Rohrweihe von dem Paar, was seit Jahren bei uns brütet? Da wird einem ganz flau im Magen. Mindestens 100 mal mit dem Fernglas beobachtet. Ist es vielleicht ein Jungtier? „Kann man nicht sagen. Wir schicken ein Foto“.
Natürlich kam der Anruf gegen 20:00 Uhr wenn bereits alle Hilfsstellen geschlossen haben. Dann müssen private Kontakte helfen. Also Dr. Nachtigal – Chef vom Förderverein der Vogelschutzwarte Neschwitz angerufen. „Entschuldigung für die späte Störung…“ „kein Problem. Um diese Uhrzeit gibt es niemanden hier. Halte den Vogel in einer Kiste, gebe Wasser und komme morgen früh zur Vogelschutzstation“.

Der Naturfreundin, welche den Vogel gerettet hat, so weiter gegeben. Sie fährt morgen früh und bringt den Vogel nach Neschwitz. Ganz, ganz herzlichen Dank für Deine Hilfe!
Das Foto, welches sie schickte, luden wir zu ChatGPT hoch und fragten was für ein Vogel das ist – ohne irgendwelche Zusatzinformationen anzugeben. Sofort antwortete ChatGPT „die ist eine Jungvogel Rohreihe“.
Jetzt hoffen wir, dass der Vogel die Nacht gut übersteht und morgen bei den Fachleuten in Neschwitz gut betreut werden kann. Sollten Tierarztkosten entstehen, werden wir vom NABU-Bischofswerde diese natürlich übernehmen! Schließlich ist das eine Rohrweihe vom Brutpaar am Röderteich – das macht uns stolz und gibt uns aber auch Verantwortung.
