Einen Teich zu pflegen ohne ihn zu betreten ist schon schwierig. Daher hatten wir schon etwas länger den Wunsch nach einem Boot um von dort aus diverse Pflegemaßnahmen zu machen.
Also regelmäßig bei den Kleinanzeigen geschaut, ob etwas passendes und preiswertes angeboten würde. Wie der Zufall es wollte, tauchte am Donnerstag ein kleines Ruderboot in gutem Erhaltungszustand auf. Es ist ein nicht zu altes zweischaliges GfK-Boot mit Flachboden. Dabei sind 2 neue Ruder, 1 Anker, Sitzkissen und eine Abdeckplane.

Der Verkäufer reduzierte den Verkaufspreis auch noch um 100,- €. Somit wäre es ideal. Doch unsere Kasse ist im Moment ziemlich leer, da wir ja vieles angeschafft haben.
Also einen bekannten Naturfreund (ist sogar Nabumitglied) angerufen und gefragt ob er uns das Boot sponsern würde? Ohne zu zögern sagte er zu! Perfekt – jetzt konnte die Abholung organisiert werden. Oh, das ist ja noch 100 km weiter als gedacht. Egal, der Diesel ist sparsam.

Also den Samstag als Abholtermin ausgemacht und da dann am Morgen losgefahren. Nach fast 300 km angekommen und das Boot so vorgefunden wie beschrieben. Der Verkäufer und ein Nachbar halfen es auf das Autodach zu heben und mit Spanngurten zu sichern. Mit gemütlichen 100 km pro Stunde ging es über die Autobahn dann nach Hause zurück. Die Fahrt und die Spritkosten wurden selbstverständlich auch gespendet.
Die Idee ist es mit 2 Personen das Boot zu besetzen – eine rudert, die andere zieht mit einem Heurechen die Algen bis zum Ufer. Vielleicht kann man sogar das eine oder andere Schilf/Rohr abschneiden oder herausziehen. Selbst wenn Personen mit Wathosen in den Teich gehen, kann das Boot als Werkzeugträger dienen. Es sollte die Teichplege also deutlich vereinfachen. Wir werden hier mit Fotos berichten.

Mittlerweile haben wir das Boot im NABU-Garten abgeladen. Da beim Kauf auch eine Plane und ein Alubock dabei waren, konnten wir es trotz Regen gut abdecken. Jetzt werden wir eine Slipwagen bauen, damit wir es zum Teich ziehen können.
